Sie sind hier: Startseite » Über den Autor » Presse

Presse

Jülicher Zeitung vom 26. Januar 2008

Ein Preis, der Flügel verleiht

Ein Preis, der dem Jülicher Jungautoren Flügel verleiht

Dirk Eickenhorst landet beim William-Voltz-Award auf Platz 2. Schreiben ist mehr als nur ein Hobby. Fantasy-Roman in Arbeit.

Ein Artikel von Otto Jonel, Jülicher Zeitung.

Jülich. Leidenschaftliche Leser gibt es immer noch viele, und viele von ihnen malen sich vielleicht aus, auf die andere Seite des Buchs zu wechseln und selbst zu schreiben. Den Sprung in die Schriftstellerzone wagen hingegen nur wenige. Dirk Eickenhorst hat‘s gewagt – und gewonnen. Den 2. Preis nämlich bei einem Autorenwettbewerb, dem William-Voltz-Award.

„Ich schreibe schon länger“, erzählt der 39-jährige Jülicher und überlegt kurz: „Die erste Geschichte? Das muss vor 15, 16 Jahren gewesen sein.“ Es war auch nicht der erste Autorenwettbewerb, an dem er teilgenommen hat. „Ich habe mal bei ‚Tatort Eifel‘ mitgemacht“ – ein recht bekanntes Krimifestival. Unter Pseudonym ist eine echte Eickenhorst-Geschichte in der Heftroman-Reihe um den Geisterjäger „John Sinclair“ erschienen.

Aber ausgerechnet beim Voltz-Award auf Platz 2 zu landen, freut den Sciencefiction- und Fantasy-Freund Eickenhorst besonders.

Voltz war einer der Stammautoren der erfolgreichsten Sciencefiction-Serie der Welt, Perry Rhodan, zu deren Stammlesern wiederum Dirk Eickenhorst gehört.

Zu den Wettbewerbsanforderungen zählte beispielsweise, dass die Geschichte nicht auf der Erde spielt. Das erfüllte Dirk Eickenhorsts „Nummer neun“ ebenso wie die Beschränkung auf 16 000 Zeichen. „Geschrieben habe ich ‚Nummer neun‘ in vier Stunden, und noch zweimal Korrektur gelesen.“ Abgabe war Mitte August letzten Jahres. Kurz vor Weihnachten hatte die Jury sich entschieden: Platz 2 und 200 Euro an den Jung-Autoren aus Jülich.

Für Eickenhorst ist das ein erstklassiger Motivationsschub, sich weiterhin dem Schreiben zu widmen – vielleicht in noch stärkerem Maß als bisher schon. „Ich schreibe vier Tage die Woche etwa anderthalb Stunden, am Wochenende sind es dann vier bis sechs Stunden.“ Treffend sagt er: „Schreiben ist schon ein bisschen mehr als nur Hobby“, und fügt hinzu: „Ich träume schon davon, einmal nur vom Schreiben zu leben.“ Noch geht das nicht, sondern muss er als Kaufmann im Sana-Krankenhaus Hürth seinen Broterwerb bestreiten. Doch das schriftstellerische Ziel verliert er nicht aus den Augen. „Ich habe schon ein Exposé für ein Buch auf Halde.“ Seit Weihnachten schreibt er an einem Fantasy-Roman, dessen Idee ihn schon seit 14 Jahren bewegt und zu dem ihn Allan Coles und Chris Bunchs Fantasy-Reihe um „Die fernen Königreiche“ inspirierte. Eickenhorsts Held wird „Philipp Morgenstern“ sein. Ende des Jahres soll das fertige Produkt einen Verlag begeistern.

Damit nicht genug. „Klon“, ein Sciencefiction-Roman, ist ein weiteres Projekt, das 2009 zwischen die Buchdeckel geschrieben werden soll. Und da wäre noch der Historienroman, der Eickenhorst vorschwebt. Er soll in Jülich spielen – „Dafür habe ich ein Dreivierteljahr im Stadtarchiv recherchiert.“ – und hat bereits einen Vorläufer. „Der Hexenturm“ hieß die Kurzgeschichte, die Eickenhorst dem gleichnamigen Lichtprojekt zur Verwertung angeboten hatte. „Darauf habe ich aber nie eine Antwort bekommen“, zuckt er die Achseln. Viel Stoff, den sich der Vielleser mit dem breiten Interessensspektrum – „Einen Lieblingsautoren habe ich nicht.“ – vorgenommen hat. Da sein Wunsch nach einem 48-Stunden-Tag nicht in Erfüllung gehen wird, muss er sich die Zeit gut einteilen. Ein Opfer ist Eickenhorsts politisches Engagement in der Jülicher SPD, das er deutlich zurückfährt. Der Jungautor setzt Prioritäten.

Mehr dazu:

www.dirk-eickenhorst.de

Link: Sieger des Awards 2007